Story
Wo wir herkommen.
Frühling 2024
Der Anfang
Ich bin Moritz. Wirtschaftsinformatik an der TU Berlin, vorher bei UnitPlus und Nexenio. Ich habe immer Software gebaut. Aber ich wusste nicht, für wen.
Im Frühling 2024 hat mir Tim Martin von seiner Firma Techcrafts erzählt. Ein Handwerksbetrieb, der an Excel-Tabellen und veralteten ERP-Systemen erstickt. Jedes Angebot: stundenlanges Kopieren, Rechnen, Formatieren. Jedes Mal dasselbe. Jedes Mal nervig.
Tim hat mich als Freelancer engagiert, um eine einfache Kalkulationsapp zu bauen. Wir nannten sie Calculaid. Ich dachte, das wird ein kleines Projekt. Ich lag falsch.
Sommer 2024
Erste Schritte
Im Sommer lief die erste Version bei Techcrafts. Zum ersten Mal habe ich gesehen, wie Handwerker wirklich arbeiten. Und zum ersten Mal habe ich verstanden, wie wenig ich von ihrer Welt wusste.
Die größte Herausforderung war nicht der Code. Es war die Sprache. Handwerker reden anders über ihre Arbeit als Entwickler. Sie denken in Gewerken, Positionen und Leistungsverzeichnissen. Ich musste ihre Sprache lernen, bevor ich ihnen Software bauen konnte.
Im Sommer 2025 kam der erste interessierte Business Angel. Zum ersten Mal hat jemand von außen gesagt: Das könnte etwas werden. Dadurch kam richtig Schwung in die Idee — wir sind auf den HPI Engine Incubator gestoßen.
Oktober 2025
Kraft werden
Im Oktober 2025 sind Nikias Deike und ich in den HPI Engine Incubator Batch #5 am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam aufgenommen worden.
Wir haben das Projekt umbenannt. Kraft. Weil es genau das ist, was wir Handwerkern geben wollen: die Kraft, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Nicht auf Papierkram.
Im Incubator haben wir experimentiert, Hypothesen getestet und viel gelernt. Die Vision wurde größer: nicht einfach eine Kalkulationsapp, sondern ein Betriebssystem für das Handwerk.
2025
Wachstumsschmerzen
Dann kam der VC Challenger Day, der Launch der automatischen Kalkulation, und viele Kundengespräche. Die meisten davon frustrierend. Nicht weil das Produkt schlecht war. Sondern weil ich noch nicht verstanden hatte, wie Handwerker Entscheidungen treffen.
Und dann musste Nikias aus persönlichen Gründen das Projekt verlassen. Das war hart. Aber es hat mich gezwungen, Kraft alleine weiterzutreiben. Und es hat mir gezeigt, dass ich es wirklich will.
2026
Heute
Im Januar 2026 haben wir K.OS gelauncht. Den ersten KI-Projektleiter für das Handwerk. Auf dem HPI Demo Day haben wir gezeigt, was möglich ist: vollautomatisierte Angebotskalkulation.
Im Februar kam der Prototyp für die automatisierte Kalkulation. Und David Assheuer als erster Mitarbeiter. Winfo-Student an der TU Berlin, schnell und KI-affin.
Heute sind wir drei. Moritz, Tim und David. 15 Unternehmen nutzen Kraft. Null Euro Umsatz. Aber zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass wir etwas bauen, das die Baubranche wirklich braucht.
Danach
Was kommt
Kraft wird der KI-Projektleiter für das Handwerk. Einer, der Ausschreibungen liest, kalkuliert, Angebote schreibt und den gesamten Projektlebenszyklus versteht.
Ich glaube, dass die besten Handwerker der Welt bessere Werkzeuge verdienen. Nicht mehr Software. Bessere Intelligenz. Und genau das bauen wir.